Fallstudie Executive Coaching

Hintergrund:

Angela, Senior Executive eines europäischen multinationalen Konzerns, wurde als Leiter des Executive Management Teams in ein asiatisches Land geschickt.

Problembeschreibung:

In Asien angekommen, nahm Angela an, ihre Reputation als erfolgreiche Saniererin kränkelnder Ländergesellschaften wäre allgemein anerkannt und das neue Team begeistert über die bevorstehende Zusammenarbeit mit ihr. Sie hatte sich geirrt. Weder empfing man sie dankbar als „Retterin aus der europäischen Zentrale“ noch wurden ihre vergangenen Verdienste gewürdigt. Stattdessen warf man ihr mangelnde Führungsqualitäten vor.

Eine „360 Grad Beurteilung“ ergab, dass Angela aus Sicht ihres Teams eine der schwächsten Führungspersönlichkeiten des Konzerns darstellte, der es an Erfahrung im Umgang mit Konflikten mangelte, die unfähig war vertrauensvolle Arbeitsbeziehungen aufzubauen und die zudem noch als wenig entscheidungsfreudig galt. Um als angesehene Führungskraft in ihrer neuen Aufgabe Erfolge zu erzielen musste Angela an diesen Schwachpunkten arbeiten.

Der CEO des Konzerns entschied, dass Angela Unterstützung durch einen professionellen Coach benötigte.

Coaching Ansatz:

Während unserer ersten Sitzung war Angela unglücklich und demoralisiert. Sie fühlte sich in einer ausweglosen Lage, gedemütigt und durcheinander. Aufgefordert ihre derzeitige Situation ausführlich zu beschreiben, beklagte sie sich über das Unverständnis und das Misstrauen welches ihr ihre neuen Teammitglieder entgegenbrachten. Sie konnte nicht verstehen, warum sie in ihrer neuen Aufgabe nicht wie gewohnt erfolgreich war.

Wir begannen damit, ein Template ihrer früheren Erfolge zu erstellen. Wie hatte sie damals agiert, wie hatte sie sich verhalten, an was hatte sie geglaubt? Wir wollten herausfinden, wie sie in der Zeit ihrer grössten Erfolge gedacht, geredet und gewirkt hatte. Danach begannen wir ein detailliertes Erfolgsrezept für Angela zu erstellen.

Im folgenden untersuchten wir, welche blockierenden Einstellungen und Überzeugungen Angela in Asia entwickelt haben könnte und wie diese ihr derzeitiges Verhalten widerspiegelten. Angela bekam umfangreiche Hausaufgaben, musste schriftliche Ausarbeitungen anfertigen und in den Sitzungen über ihre verschiedenen Denkweisen reflektieren.

Langsam begann sich Angela jene Überzeugungen und Verhaltensweisen wieder zu eigen zu machen, die Grundlage ihrer früherer Erfolge gewesen waren. Zusätzlich entwickelten wir mit ihr – vor dem Hintergrund ihrer eigenen Identität – ein besseres Verständnis für die kulturellen Eigenarten des asiatischen Landes in dem sie sich befand. Als wir sicher waren, dass Angela ihr altes Selbst- und Erfolgsbewusstsein wiedergewonnen hatte, schlugen wir vor, einen gemeinsam Workshop zu veranstalten um die Zusammenarbeit von Angela und ihrem Team zu optimieren. Während des Workshops machte Angela mit grosser Offenheit deutlich, wie sehr sie ihr Team schätzte und wie sehr sie die Unterstützung von jedem ihrer Mitarbeiter benötigte. Die Veranstaltung war ein grosser Erfolg und ein Wendepunkt in ihrer Karriere. Durch professionelles Coaching hatte Angela ihre interkulturelle Identität und Sensibilität entscheidend weiterentwickelt. Sie konnte nun effektiver mit ihrem Team kommunizieren und ihre Mitarbeiter, trotz unterschiedlichster kultureller Hintergründe, zum gemeinsamen Erfolg führen.